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BMW: The Hire – Branded Film Series auf YouTube

Automobil Brand Film Interactive/AR

Acht Hollywood-Kurzfilme, ein Internet-Kanal und der erste Titanium Lion der Cannes-Geschichte

BMW erfand 2001 praktisch das Branded Entertainment: Acht Kurzfilme, Hollywood-Regisseure, Clive Owen als Fahrer und das Internet als exklusiver Kinosaal. Kein klassischer Werbespot, sondern echtes Kino, das Menschen aktiv suchten. Heute in der Sammlung des MOMA.

Das Social Asset

KPIs & Ergebnisse

Views (erste 4 Monate)11 Mio.
Kumulative Views?ber 100 Mio.
BMW-Verk?ufe 2001+12,5%
BMW-Verk?ufe 2002+17,2%
Awarderster Titanium Lion Cannes Lions Geschichte (2002)
AwardGrand Prix Cyber Lion
Awardzwei Grand Clio Awards
AwardBest of Show One Show Interactive
MuseumMOMA-Sammlung ab 2003

Die strategische Ausgangslage

BMW suchte zu Beginn der 2000er Jahre nach einem Weg, die Marke im digitalen Raum zu positionieren, lange bevor Streaming und Online-Video als Massenmedien etabliert waren. Das Ziel war es, BMW nicht nur als Fahrzeughersteller, sondern als Kulturobjekt zu inszenieren und gleichzeitig die fahrerlische Überlegenheit der Fahrzeuge erlebbar zu machen. Klassische TV-Werbung allein reichte nicht mehr aus, um anspruchsvolle, medienaffine Zielgruppen zu fesseln.

  • Klassische TV-Werbung allein reichte nicht mehr aus, um anspruchsvolle, medienaffine Zielgruppen zu fesseln

Das kreative Konzept

Mit der Kurzfilmreihe „The Hire“ produzierte BMW eine Serie von Kurzfilmen unter der Regie renommierter Hollywoodregisseure wie Ang Lee, John Frankenheimer und Guy Ritchie. Hauptfigur war ein namentlich nicht genannter Fahrer – gespielt von Clive Owen –, der in wechselnden, dramatischen Szenarien stets einen BMW pilotierte. Die Filme wurden ausschliesslich online veröffentlicht und kombinierten Kinoqualität mit Markenbotschaft, ohne je werblich zu wirken. BMW schuf damit eines der ersten grossen Beispiele für Branded Entertainment.

  • Die Filme wurden ausschliesslich online veröffentlicht und kombinierten Kinoqualität mit Markenbotschaft, ohne je werblich zu wirken
  • BMW schuf damit eines der ersten grossen Beispiele für Branded Entertainment

Wirkung und Learnings

Die Kurzfilmreihe setzte Massstabe für Branded Content und wurde vielfach als Meilenstein der Marketinggeschichte gewürdigt. BMW bewies, dass eine Marke durch hochwertige Unterhaltung mehr Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit gewinnen kann als durch konventionelle Werbung. Das Schlüssel-Learning: Wenn Content einen echten Unterhaltungswert bietet, konsumieren und teilen ihn Zuschauer freiwillig. Qualität und Markenpräsenz schliessen sich nicht aus – im Gegenteil: Exzellenter Branded Content verstärkt die Markenwahrnehmung nachhaltig.

  • Die Kurzfilmreihe setzte Massstabe für Branded Content und wurde vielfach als Meilenstein der Marketinggeschichte gewürdigt
  • BMW bewies, dass eine Marke durch hochwertige Unterhaltung mehr Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit gewinnen kann als durch konventionelle Werbung
  • Das Schlüssel-Learning: Wenn Content einen echten Unterhaltungswert bietet, konsumieren und teilen ihn Zuschauer freiwillig

Was Marketer daraus lernen können

  1. Content, den Menschen suchen statt ?berspringen: Echter Unterhaltungswert macht Werbung zu einem Erlebnis, das Zielgruppen aktiv aufsuchen
  2. Das Fahrzeug als Hauptcharakter: BMW lie? die Autos in echten Filmsituationen gl?nzen, kein Showroom-Dreh sondern Drama
  3. Internet als Exklusiv-Plattform: Wer neue Kan?le vor der Masse entdeckt, bekommt ?berproportionale Aufmerksamkeit